ECO REGION TRIESTING
eine Veranstaltung im Rahmen der
LINDABRUNNER SOMMERGESPRÄCHE

22. 06. 2012, 18:00 Uhr
Entwicklung einer regionalen Identität
WILLKOMMEN BEI FRÖHLICHER GENÜGSAMKEIT

So stellen wir uns als umraum artrouter architects und Mediatoren das Motto des neuen Wirtschaftens vor:
  • Besinnen auf die positiven Leistungen der Industrie.
  • Industrielle Revolution der nächsten Generation in Gang setzen.
  • eine menschliche Industrie - Ethik des Miteinander entwickeln.
  • Nachhaltiges Ressourcenmanagement gemeinsam erarbeiten
  • Lebensbedingungen schaffen, um Kreative im Tal zu halten oder damit diese zuziehen
  • Pflege kreativer Milieus.
  • Entschleunigter Lebensraum durch fröhliche Genügsamkeit.
IDENTITÄT
entwickelt man, wenn man sich in einem Lebensraum daheim fühlt. Daheim heisst, sich in den Anderen wiederfinden. Doch wiederfinden im Anderen kann man sich nur, wenn man das Gegenüber als grundsätzlich achtenswert und ebenbürtig schätzt.

WIRTSCHAFT
Ihr bringen wir ein, auf Grund der weltweiten Performances, tiefes Misstrauen entgegen. Dem Neoliberalismus ist es zwar gelungen die Hirne mit einem Casino Kapitalismus aufzublasen, dessen Profite Luxus für alle Investoren verspricht, in Wahrheit aber als Pyramidenspiele daherkommen. Wir finden dies durch die Kritik des Wirtschaftsnobelpreisträgers J. Stieglitz bestätigt.

LEBENSRAUM
In ihm kann sich Identität entwickeln. Voraussetzung ist die gemeinsame Bewirtschaftung der Ressourcen, die dieser Lebensraum bietet. Eine globale Wirtschaft mit Wertschöpfungen am anderen Ende der Welt verhindert dies. Es ist zu befürchten, dass die Europäer durch die globale Spekulation die neuen “Sklaven” der Inder und Chinesen werden. Bashingmeldungen westlicher Geschäftsleute in China deuten auf eine faschistoide Haltung von Nationalitäten mit Arierdünkel hin. Wir vor den Anderen (minderwertigen?!). Unsere Erfahrungen darin sollten alle Alarmglocken läuten lassen. Immerhin war der 2. Weltkrieg ein paranoider Kampf um Lebensraum. Ebenso krank der Irakkrieg, bei dem es um den Zugang zu Erdöl für die amerikanische Öllobby ging. Die unabsehbaren Folgen für die Weltwirtschaft tragen nun alle.

WERTSCHÖPFUNG DURCH KREATIVITÄT
Schon zu Moraks Zeiten als Staatssekretär waren die CI, also die Creative Industries, hier als Kreativwirtschaft übersetzt, Thema eines Symposions. Leider kam diese Idee der Vernetzung von Kunstschaffenden und der Industrie nie zum Tragen, da man keinen Schlüssel für den kreativen Input fand und die Schöpfer der Ideen von ihrer Arbeit kaum profitieren konnten. Den Mehrwert hatten Industrie und Spekulation wie Studien zum Thema CI belegen. Wir wollen dies im Sinne von Win Win ändern.

DIE NEUE MORAL
Ihr wollen wir als Mediatoren der guten Kräfte im Lebensraum Triestingtal zum Durchbruch verhelfen.
(Kurt Weckel)

OFFEN, FAMILIENFREUNDLICH, NACHHALTIG
Diesen Kriterien sind wir in unserer Vermittlungstätigkeit zur Neugestaltung des Lebensraumes Triestingtal verpflichtet. Erreichen wollen wir dies durch einen Prozess des aufeinander Zugehens jenseits eines egoistischen Profitdenkens, um im Miteinander Erfüllung zu finden und nicht im ausufernden Konsum.

MASSNAHMEN
  • Raum Entwicklungs Experten betreiben Trend Scouting und moderieren zwischen den Interessensgruppen
  • Aufspüren und initiieren kreativer Milieus im Tal.
  • Aufstrebende Industrie Ressourcen analysieren.
  • Neben dem Ausbau der klassischen landwirtschaftlichen Produktion - Aufwerten der Landwirtschaft durch Landschaftspflege und Gestaltung zum Aufbau eines sanften Microtourismus, der auch für einkommensschwache Familien leistbar ist "Urlaub in der unmittelbaren Nachbarschaft bei Freunden." - Die familienfreundliche Region Triestingtal.
  • Triestingtaler Backbone, ein von umraum erarbeitetes High Speed Internet Projekt zur Förderung von Home Office als Arbeitsplatzschaffung reanimieren.
  • Elektro Car to go Verkehrskonzept und Fahrgemeinschaften entwickeln.
ECO REGION TRIESTING

Triesting bezeichnet nicht nur den Fluss, Triesting ist der Name der Region in der wir leben, unser Lebensraum. Dieser Raum steht uns zur Verfügung, will von uns gestaltet werden. Er gehört uns ebenso wie den nächsten Generationen. Wollen wir das kulturelle und landschaftliche Erbe und die Eigenheiten der einzelnen Standorte wahren? Das Landschaftsbild und das Naturgefüge schonen? Mit Rücksicht auf unsere Kinder, die hier auch ihr Lebensumfeld finden? Oder setzen wir auf ein Modell, dessen Wertschöpfung auf Ausbeutung und Glücksspiel aufgebaut ist, das die Ressourcen verbraucht, sie zerstört und den Lebensraum auf Jahrzehnte hinaus schädigt?

Umweltzerstörung zeigt die Grenzen von uferlosem Konsum und ausbeuterischen Wirtschaftsformen auf. Die Gewitterwolken stehen am Horizont und selbst Fachleute zweifeln an der Zukunft dieses Modells. Die Systeme basieren auf Selbst- und Fremdausbeutung und funktionieren nicht, wie die aktuellen Krisen zeigen. Alles dreht sich um Wachstum, Steigerung, Kapitalismus und Märkte und führte geradlinig zu Finanz-, Wirtschafts- und Immobilienkrisen.

Und wie es im Augenblick ausschaut, müssen wir uns um diese Probleme selber kümmern!
Als einzelner oder im Zusammenschluss als Zivilgesellschaft, der ihr Heimatort und ihr Lebensraum am Herzen liegt. Kümmern wir uns darum!
Nur durch nachhaltiges Ressourcenmanagement wird uns dieser Raum weiterhin zur Verfügung stehen. Mit gesundem Menschenverstand und Augenmaß, das auch die Nachbarn schätzt und überleben lässt, werden wir dieses Ziel erreichen.

Auch die Kunst sucht Antworten auf die brennenden Fragen der Gesellschaft, kann jedoch
nur Antworten finden, wenn ihr die Gesellschaft einen gewissen Freiraum dafür überlässt. Durch Kreativität und Innovation entwickeln wir behutsam neue Modelle um die
vorhandenen Ressourcen schonend und nachhaltig zu verwenden. Das Prinzip der fröhlichen Genügsamkeit kann uns allen unsere Heimat als wertvollen Lebensraum erhalten.
(Johanna Haigl)

„Genügsamkeit ist natürlicher Reichtum, Luxus ist künstliche Armut.“ (Sokrates)

Einladung
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